Verkehrsunfall nicht instrumentalisieren

Detlef Höltke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzencder des Verkehrsausschusses

Tragische Ereignisse führen häufig zu emotionalen Diskussionen – was der Sache meistens nicht guttut, wenn daraus vorschnell politische Forderungen formuliert werden. Der Unfall an der Kreuzung Leopoldstraße/Richard-Wagner-Straße zwischen einem Lkw und einer Radfahrerin, der für die Radfahrerin tödlich endete, ist so ein tragisches Ereignis. Aus Mitgefühl und Traurigkeit wird schnell Ohnmacht und der Wunsch, das Geschehene durch politische Forderungen abzumildern. Nur ist so ein tragischer Verkehrsunfall nicht geeignet, politische Forderungen zu stellen zumal, wenn sie fachlich im falschen Zusammenhang, wie z.B. Rotmarkierungen von Radwegen, gestellt werden. Hier sind wir schnell an einem Punkt, an dem die Menschen mit Kopfschütteln – im Großen, wie im Kleinen – auf die Politik schauen. Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer muss vielmehr eine Daueraufgabe sein, die wir nicht an tragische Ereignisse knüpfen sollten, sondern beharrlich verfolgen und immer wieder neu bewerten müssen.
Politik darf einen Verkehrsunfall nicht instrumentalisieren.

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