„Ich handelte, wie ich handeln musste“ Veranstaltungsreihe zum 100. Geburtstag von Willy Langenberg

Seit diesem Jahr befindet sich am Braker Friedhof eine Gedenktafel für den Arbeitersportler und Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime Willy Langenberg. Zu seinem 100. Geburtstag findet vom 29.11. – 10.12.2010 eine Veranstaltungsreihe mit Ausstellung in der Lemgoer Rathaushalle statt. Langenberg-Biograph Eike Stiller hat mit seinen Schülern eine Ausstellung vorbereitet, die das Wirken und Fortwirken Langenbergs in den Blick nimmt. Eröffnung ist am Montag, 29.11. um 11 Uhr im Rathaus.

Zwei Tage später liest am 1.12. der Detmolder Schauspieler Joachim Ruczinsky aus dem Buch „Willy Langenberg. Lemgoer Arbeitersportler und Widerstandskämpfer“. Beginn ist um 19 Uhr. 
Was hat uns die Geschichte heute zu sagen? Was heißt „Gelebte Erinnerung“ heute? Über diese Frage diskutieren am Mittwoch, 8.12., 19 Uhr vier LemgoerInnen. 
Abgerundet wird die Reihe durch die Gedenkfeier zum 100. Geburtstag Langenbergs am Braker Friedhof. Bürgermeister Dr. Austermann wird dort an das Wirken des Widerstandskämpfers erinnern. 
Willy Langenberg stammte aus einfachen Verhältnissen. Als Jugendlicher kam er Ende der 1920er Jahre über den Sport mit der Politik in der ausgehenden Weimarer Republik in Berührung. Er sympathisierte mit der KPD und stellte sich Konfrontationen mit Nationalsozialisten. Diese Aktivitäten brachten ihn in den dreißiger Jahren für 4 Jahre ins Zuchthaus. 1941 entschied sich Langenberg in die Illegalität zu gehen. Vor hieraus startete er einige zum Teil spektakuläre Aktionen, die ihm letztlich im März 1944 das Leben kosteten. Willy Langenberg wurde nur 34 Jahre alt.

Veranstalter ist der Arbeitskreis „Geschichte für morgen“.

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