Grüne: „Bildung und Forschung erlebbar machen“ – Konstruktive Gespräche zum Innovation Campus

Die Grünen Lippe und Lemgo trafen sich jüngst zum Corona-bedingten Videogespräch mit Geschäftsführer Jörg Rodehutskors vom Innovation Campus Lemgo. Mit dabei waren Landratskandidat Robin Wagener, Dr. Inga Kretzschmar als Kreisvorsitzende, Bürgermeisterkandidatin Dr. Katharina Kleine Vennekate sowie Fraktionsvorsitzender Dr. Burkhard Pohl und der Wahlkreiskandidat im Bezirk Hochschule, Christian Fietzeck. Jörg Rodehutskors informierte über die anstehenden Bauvorhaben, die dem Innovation Campus nach und nach sein geplantes Gesicht verleihen sollen. In den nächsten Jahren sollen unter anderem ein Multimieter-Gebäude für lokale Unternehmen des Mittelstandes entstehen sowie der Innovation-Spin als Ort des Austausches zwischen Forschung, Start-ups und beruflicher Bildung.

Landratskandidat Robin Wagener thematisierte die Frage der Gesellschaft als „vierter Säule“: „Wissenschaft lebt vom Austausch. Und gerade in einer Zeit populistischer Fakten- und Wissenschaftsfeindlichkeit ist es für die demokratische Gesellschaft wichtig, Forschung und Innovation mitten in der Gesellschaft zu verankern. Die Säulen Forschung, Wirtschaft und Bildung sollten um eine vierte Säule Gesellschaft ergänzt werden und bewusst der Austausch mit den Lipperinnen und Lippern gesucht werden.“ Jörg Rodehutskors pflichtete ihm bei und versicherte, dass diese vierte Säule bei der Entwicklung mitgedacht werde.

Bürgermeisterkandidatin Kleine Vennekate betonte, wie wichtig ein Austausch zwischen der Stadtgemeinschaft, den Bildungseinrichtungen und der Hochschule auf dem Innovation Campus sei: „Da können innovative und nachhaltige Zukunftsperspektiven entwickelt werden. Gleichzeitig wird die gesellschaftliche Verantwortung von Bildung und Forschung für alle erlebbar.“ Zum Beispiel könnten im Innovation Spin auch Kulturveranstaltungen stattfinden sowie eine Plattform für den Austausch von Studierenden und interessierter Öffentlichkeit entstehen.

Burkhard Pohl erinnerte in diesem Zusammenhang an Ideen aus der Planungswerkstatt, Sportanlagen auf dem Campus mitzudenken und anzulegen. Dies würde einerseits Campus und Stadt näher zusammenbringen und andererseits neue Optionen für die Hochschule und ihre Studierenden selbst bringen. Rodehutskors zeigte sich prinzipiell offen für die Ideen. Derzeit sei zum Beispiel ein Indoor-Soccerfeld am neuen Standort der neuen Astrid-Lindgren-Schule geplant.

Inga Kretzschmar, selbst promovierte Chemikerin, wies auf die Notwendigkeit hin, gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen am Innovation Campus zu fördern und Ihnen einen Platz zu bieten: „Viele Innovationen stammen von Kleinen und Mittelständischen Unternehmen. Sie sind eine starke Säule der lippischen Wirtschaft und ich wünsche mir, dass diese stark gefördert werden durch z.B. OpenSpaceLabs und Kooperationen am Campus.“ Diese Forderung stieß bei Rodehutskors auf offene Ohren, gerade mit der Einrichtung des Multimieter-Gebäudes sei eine solche Struktur in Planung.

Ein Dissens bestand erwartungsgemäß in der Einschätzung eines weiteren Parkplatzes und -hauses auf dem Campus. Während seitens des ICL derzeit ein Bedarf für weitere Parkflächen über die aktuell geplanten Parkplätze gesehen wird, fordern die Grünen, zunächst alle Optionen auszuschöpfen und die weitere Entwicklung des Campus abzuwarten, bevor man weitere Freiflächen außerhalb des Campusgeländes versiegele. Generell, so der Tenor, bedeute echte Innovation auch höchste Standards für den Klimaschutz.

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