GRÜN IST ... Schritt für Schritt Richtung Zukunft

GRÜN IST … Schritt für Schritt Richtung Zukunft.

Mehr Miteinander in Lemgo

Unsere ländlich geprägte Kommune steht vor großen Herausforderungen. Wir stellen uns dem demographischen und ökologischen Wandel und den Auswirkungen des Corona-Virus. Die Corona- Krise verdeutlicht, wie wichtig Solidarität und die Beziehung zu anderen Menschen sind, wie sehr Isolation zu Vereinsamung führen kann.

GRÜN IST ... dem Mietpris nicht hinterherziehen zu müssen

Funktionierende soziale Strukturen bieten Halt und fördern Gesundheit. Sie gewährleisten ein friedliches Miteinander mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Unsere Stadt und die Ortsteile sollen sich zukunftsfähig für alle Generationen und offen für kulturelle und geschlechtliche Vielfalt entwickeln.

Wir GRÜNEN unterstützen die Stadtteil- und Quartiers-Entwicklung in Lemgo, um ein selbstbestimmtes Leben und die aktive Teilhabe in jedem Alter möglich zu machen.

Miteinander leben im Alter und im Quartier

Unser soziales Leben drückt sich im Miteinander aus. Zwischenmenschliche Kommunikation und Beziehungen sind für alle Menschen wichtig.
Unsere Stadtteil-Quartiere und Ortsteile sind für Bürger*innen Orte der Begegnung und bieten Pflege und Unterstützung.
Quartiere – als gemeinschaftliche Wohn- und Lebensform aller Generationen – schaffen Austausch und beugen der Vereinsamung vor.
Wir GRÜNEN wollen daher die Quartiersentwicklung auch in Lemgo weiter stärken. Dabei ist es wichtig, die Menschen vor Ort mit ihren Potenzialen einzubeziehen und an der Entwicklung zu beteiligen. Ein gelungenes Beispiel ist der Pöstenhof.
Ambulante Wohn- und Pflegeformen spielen dabei eine zentrale Rolle, ob das „Wohnen mit Versorgungssicherheit“ in der eigenen Wohnung oder Modelle wie „Wohnen für Hilfe“ – als Alternative zum klassischen Pflegeheim. Pflegebedürftige Menschen können in vertrauter Umgebung leben und bekommen gleichzeitig ihren Bedarf an professioneller Hilfe gedeckt. Wichtig ist es, Stadtquartiere zu bauen, nicht nur einzelne Wohneinheiten. Dazu ist eine Politik der „sozialen Bodennutzung“ maßgebend. Mindestens 30% der neu zu errichtenden Wohnflächen müssen sozial geförderter Wohnungsbau sein. Grundstücke müssen für soziale und inklusive Wohnprojekte veräußert werden. Dieser Weg ist im Lemgoer Handlungskonzept Wohnen aufgezeigt.

Wir wollen Wohnungsgenossenschaften lokal stärker für die seniorengerechte Quartiersplanung einbeziehen.

Das haben wir vor:

  • Quartiere als attraktives Wohnumfeld und Begegnungsraum gestalten: für alle Generationen, als unterstützende Nachbarschaft
  • Quartiersarbeit – ehrenamtlich und professionell – fördern, Finanzkürzungen zurücknehmen
  • Quartiere mit Pflegestützpunkten ausstatten, selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen

Frauen und Mädchen

GRÜN IST ... Schritt für Schritt Richtung Zukunft

Wir GRÜNEN in Lemgo stehen für Gleichberechtigung, eine paritätische Besetzung von Gremien und mutige Frauenförderpläne in der Verwaltung.
Trotz aller Fortschritte ist die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am ökonomischen, sozialen und politischen Leben noch nicht erreicht. Immer noch erhalten Frauen in Deutschland 21% weniger Entgelt als Männer. Fast alle Spitzenjobs sind noch immer von Männern besetzt. Wir wünschen uns, dass Rat und Verwaltung öffentlich für die Teilnahme von Frauen am politischen Ehrenamt werben. . Wir GRÜNEN setzen uns für eine geschlechtergerechte Teilhabe am Arbeitsmarkt ein. Entsprechende Maßnahmen sind für eine gezielte und aufeinander abgestimmte Arbeitsmarkt- und Familienpolitik unverzichtbar. Deshalb benötigen wir in Lemgo ein auskömmliches Angebot in der Kinderbetreuung von Beginn an (U3, Tagesmütter) sowie die Sensibilisierung von Männern in der Familienarbeit. Gewalt gegen Frauen ist ein Dauerproblem unserer Gesellschaft. Auch dies hat sich in der Corona- Krise leider bestätigt. Um Frauen jeglicher Herkunft vor Diskriminierung, Ausbeutung und Gewalt zu beschützen, müssen umfassende Maßnahmen ergriffen werden. Dies reicht von Beratung und Therapien, über spezielle Beratungsstellen bis hin zu Interventionsmaßnahmen gegen häusliche Gewalt. Wir GRÜNEN möchten, dass Lemgo auch weiterhin den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen mit Veranstaltungen seitens der Stadt unterstützt und bewirbt.

Das haben wir vor:

  • Angebote zum politischen Austausch anbieten, um Frauen für die Kommunalpolitik zu aktivieren
  • Familienfreundliche Tagungsformate für die Kommunalpolitik entwickeln
  • Frauenquote für kommunale Aufsichts- und Verwaltungsräte
  • Das Frauenhaus umfassend unterstützen

Gleichstellung und Antidiskriminierung

GRÜN IST die Farbe einer bunten Gesellschaft. - Regenbogen-Badehose

GRÜNES Ziel ist die vollständige Gleichstellung aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität. Während die Rechtsfragen in Bund und Land verhandelt werden, brauchen wir vor Ort ein Klima der Akzeptanz. Dazu gehört z.B. das Gedenken an die vom Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Wir halten es für wichtig, dass die Stadt Lemgo sensibel und konsequent auf etwaige homo- und transphobe Äußerungen reagiert. Wir GRÜNEN möchten daher eine Antidiskriminierungsstelle einrichten.

Das haben wir vor:

  • Schaffung einer unabhängigen Antidiskriminierungsstelle
    • für Tagesstätten und Schulen
    • für alle an der offenen Kinder- und Jugendarbeit Beteiligten
    • für Kinder, Jugendliche und Eltern
  • Fortbildung der Mitarbeiter*innen zum Thema Antidiskriminierung

Teilhabe sichern, Armut vermeiden

GRÜN IST wenn der Bus nicht auf der Strecke bleibt.

Teilhabe darf nicht von der Größe des Geldbeutels abhängig sein. Wir müssen der Ausgrenzung einkommensarmer Bürger*innen entgegenwirken. Kleine Schritte wurden in der letzten Wahlperiode mit den vergünstigten Bustickets getan. Eine kostengünstige Verpflegung wird durch hohen ehrenamtlichen Einsatz der Tafeln oder des Sozialen Mittagstisches erbracht.
Wir GRÜNEN möchten mehr Beratung und Begleitung für Menschen in Armut. An einem städtischen Infopoint könnten Sozialbegleiter unabhängige Beratungen zu Anträgen durchführen und die Berechtigung von Wohngeld oder Sozialhilfe prüfen. Ein leicht verständlicher Flyer sollte über die verschiedenen Leistungen und Zuständigkeiten informieren. Auch bei Wohnungsproblemen wie derzeit am Biesterberg lässt sich hier Hilfe leisten.
Die Teilnahme an städtischen Festen und Veranstaltungen mit Konsumangeboten ist für Menschen in Armut nur schwer möglich. Wir GRÜNEN schlagen vor, Tauschmärkte zu fördern.

Das haben wir vor:

  • Sozialberatung ausbauen
  • Stadtfeste mit bezahlbaren und auch kostenlosen Angeboten ausstatten
  • Kostenlose Busfahrten prüfen
GRÜN IST lokal nicht egal.

Inklusion, Barrierefreiheit umsetzen

Alle Menschen sollen in einer Gemeinschaft leben.
Alle Menschen sollen sich gegenseitig unterstützen.

Alle Menschen sollen gleichberechtigt am Leben teilnehmen – mit und ohne Behinderungen.

Wir GRÜNEN unterstützen das Recht

Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
  • auf eine menschenwürdige Existenz,
  • auf eine selbstbestimmte Lebensführung unabhängig von
    • Geschlecht,
    • Herkunft,
    • Nationalität und
    • sozialer Stellung.
Niemand darf ausgegrenzt werden.

Es ist normal, verschieden zu sein.
Der Rat hatte auf GRÜNEN Antrag den Runden Tisch Inklusion einberufen.
Dessen Empfehlungen für ein Barrierefreiheit sind wichtig.

Wege müssen barrierefrei sein.

Die notwendigen Ausstattungen wie Rampen und abgesenkte Bürgersteige gehören dazu.
Und auch ein faires Miteinander gegenüber allen Menschen.

Mit Bus und Bahn von einem Ort zum anderen kommen.

Gerade für Menschen mit Behinderungen ist Mobilität ohne eigenes Auto lebenswichtig.
Sie brauchen gut ausgestatteten Busverkehr.
Auch in den Randzeiten.
Und mit leicht verständlichen Fahrplänen.

Menschen mit Behinderungen dürfen wählen. So können sie mitbestimmen, wer sie in der Politik vertritt.

Menschen mit Behinderungen dürfen jetzt wählen.
Sie möchten auch selbst mitdiskutieren.
Sie möchten auch mitentscheiden.
Wir wollen Menschen mit Behinderung besser an politischen Entscheidungen beteiligen.

Das haben wir vor:

  • Wir wollen Menschen mit Behinderungen besser politisch beteiligen.
  • Wir wollen ein barrierefreies Rathaus.
    Es soll bessere digitale Angebote der Stadt geben.
    Alle städtischen Angebote sollen auch in Leichter Sprache sein.
    Die Akustik im Rathaussaal muss verbessert werden.
  • Wir wollen draußen weniger Barrieren.
    Wir wollen mehr Sitzgelegenheiten.
    Wir wollen Wege und Straßen begehbar machen.
    Und wir wollen den Bahnhof barrierefrei umbauen lassen.
  • Stadt und Verwaltung prüfen die Möglichkeit von Praktikumsplätzen für Personen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten

Integration: An- und Weiterkommen in Lemgo

GRÜN IST die Farbe einer bunten Gesellschaft. buntes Pärchen

Wir GRÜNEN setzen uns für eine Willkommens-kultur vor Ort ein.
In den Zeiten hoher Flüchtlingszahlen haben die Lemgoer Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft besonnen und oft solidarisch reagiert. Für das aktive Miteinander in der Stadt bleibt aber noch einiges zu tun.

Flüchtlingshilfe unterstützen

Viele ehrenamtliche Helfer*innen tragen zum Gelingen der Integrationsarbeit bei. Lemgo unterstützt in großem politischem Einvernehmen die Arbeit der Flüchtlingshilfe und ihrer Unterstützer*innen.

Die dort Engagierten brauchen eine gute Perspektive, damit diese wichtige Arbeit weitergehen kann. Wir GRÜNEN werden dieses Engagement weiter finanzieren und verstetigen.
Zur Willkommenskultur gehört auch die Aufnahmebereitschaft für Geflüchtete im Rahmen der Seebrücke. Wir setzen uns dafür ein, dass Lemgo diesem Bündnis beitritt.

Neuankommende sollen möglichst schnell eine eigene, bezahlbare Wohnung beziehen können. Die vorhandenen Wohnungen sollen in städtischem Eigentum bleiben, um mögliche neue Bedarfe decken zu können.

Integrationsrat einrichten

Zugleich möchten wir mehr Sichtbarkeit für die eingewanderten Menschen schaffen. Für die Integration neuer Bürger*innen ist es wichtig, dass Menschen mit Migrationshintergrund in der Politik mitreden können. Wir möchten daher zur Einrichtung eines Integrationsrates einladen, in dem Menschen mit und ohne deutschen Pass zusammen mit Ratsmitgliedern arbeiten. Solche Räte gibt es bereits in einigen anderen Städten Ostwestfalens.

Sprachkurse anbieten

Die neu in Lemgo lebenden Geflüchteten brauchen qualifizierte sowie individuell angepasste Sprachkurse, um in Beruf und Ausbildung zu kommen und am Leben teilhaben zu können. Frauen brauchen besondere Angebote. Die ehrenamtlichen Kapazitäten decken den hohen Bedarf nicht. Die Stadt soll ein regelmäßiges Sprachkursangebot unterstützen, das auch eine Kinderbetreuung vorsieht, um insbesondere jungen Eltern den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern.

Das haben wir vor:

  • Die bewährte Arbeit der Flüchtlingshilfe weiter fördern
  • Integrationsrat für Lemgo prüfen
  • Aufnahme von Geflüchteten von den griechischen Inseln, Beitritt zum Bündnis Seebrücke
  • Der Rat spricht sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan aus
  • Ausbildungs- und Sprachunterstützung (unabhängig vom Anerkennungsstatus) fördern
  • Beratungsangebote fördern
GRÜN IST ein Schwimmbad, das bleibt.