Bürgeranfrage

Anfrage zur Obstbaumfällung im LSG Begaaue an der Pagenhelle (Obstwiese)

Am 16. Januar 2024 wurden auf der Obstwiese an der Pagenhelle zwei weithin sichtbare, alte Apfelbäume mit einem Stammdurchmesser von ca. 50 cm (in 1m Höhe) gefällt.
Hierbei handelte es sich um die ältesten und stärksten Apfelbäume auf dieser Fläche.

Auf Nachfrage eines Lemgoer Bürgers wurde dies von den Mitarbeitern des Bauhofes mit dem Alter der Bäume, den vorhandenen Faulstellen und Hohlräumen begründet
und mit der Notwendigkeit, auf der Grünlandfläche jährlich eine Wiesenmahd sicherzustellen.

Dazu stellen wir folgende Fragen:

  1. Die Standsicherheit der Bäume war trotz einiger Hohlräume an den Stämmen nach uns vorliegenden Bildern gegeben.
    Welche konkreten Befunde haben diese Fällungen veranlasst?
  2. Warum wurden die Bäume nicht für Zwecke des Biotop- und Artenschutzes belassen (=Schutzziele des Landschaftsschutzgebietes)?
  3. Die vorhandenen Baumhöhlen waren potentielle Lebensräume des Steinkauzes, der sich seit einigen Jahren im Kreis Lippe (Stadtgebiet von Lage bzw. Bad Salzuflen) wieder ausbreitet.
    Diese planungsrelevante Vogelart ist im Kreisgebiet nach Angabe des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in einem schlechten Erhaltungszustand.
    Inwieweit werden solche artenschutzrechtlichen Aspekte im Vorfeld erwogen und bekannt gemacht?
  4. Die Obstwiese liegt im Landschaftsplan Lemgo in einem Landschaftsschutzgebiet mit besonderen Festsetzungen.
    Inwieweit verträgt sich die Fällung mit den Vorgaben dieses Schutzgebietes?
  5. Sind Ausgleichsmaßnahmen für diesen Eingriff vorgesehen?

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